Valérie Guignard gewinnt die Silbermedaille an der U20-EM in Jerusalem
Im wichtigsten Rennen der Saison zeigte Valérie Guignard eine Klasseleistung. Nachdem sie sich am Nachmittag als Zweite ihres Halbfinals ein grosses Q gesichert hatte, legte sie im Final noch einen drauf. Sie lief so schnell wie noch nie über die zehn Hürden, sprintete hinter der überlegenen Deutschen Rosina Schneider (13.06, europäische U20-Saisonbestleistung) als Zweite ins Ziel und gewann die erste Medaille für das Schweizer Team in Jerusalem. In 13.23 Sekunden verbesserte sie ihre persönliche Bestzeit um respektable 9 Hundertstel. Nur zwei Schweizerinnen – Ditaji Kambundji und Noemi Zbären – sind die 100 m Hürden im U20-Alter noch schneller gelaufen. Dies verdeutlicht den Wert von Guignards Leistung.
Nachdem sie im vergangenen Jahr an der U20-WM in Cali (COL) eher überraschend den Final erreicht hatte, kann sich die von Adrian Rothenbühler trainierte Valérie Guignard nun über ihren ersten Medaillengewinn an einer internationalen Nachwuchs-Meisterschaft freuen. In den Statistiken reiht sie sich in eine Liste mit illustren Namen ein. Vor ihr gewannen drei Schweizer Hürdensprinterinnen an einer U20-EM eine Medaille: Sabrina Altermatt holte 2003 Bronze, 2013 und 2021 wurden Noemi Zbären und Ditaji Kambundji Europameisterin.
Text übernommen vom Bericht von Swiss Athletics.