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Schneeberger hadert

Ständig auf den letzten Drücker den Limiten nachzurennen, mit Verletzungen zu experimentieren. Das sei nicht gerade die Leichtathletik die er betreiben wolle, sagt Marc Schneeberger, zwei Tage nach seinem vierten Platz an den Schweizer Meisterschaften. „Das nimmt einem die Freude an der Leichtathletik“, liess der Länggässler verlauten. Denn weit mehr als die verpasste Medaille schmerzt den Länggässler die verpasste Olympia-Limite. Die B-Limite (20.65s), die er als Bestätigung hätte laufen müssen, verpasste er im Final der Schweizer Meisterschaften (21.45s) deutlich.

 

Bern -Er habe in den vergangenen Wochen alles Menschenmögliche versucht. Auch für die Nationalstaffel hat er sich eingesetzt. Dass diese die Teilnahme an den olympischen Spielen verpasse, wurme ihn noch mehr, als die verpasste Einzelteilnahme über 200 Meter, sagte er unmittelbar nach seinem Finallauf am Samstagabend, als klar war, dass er nicht an den olympischen Spielen in London teilnehmen wird. Aber es ist wohl sowieso "Hans was Heiri".

Der Leistungsträger des TVLs hatte in letzter Zeit mit Verletzungssorgen zu kämpfen. Mehrmals pro Woche sei er beim Physiotherapeuten gewesen. „Ich muss mir definitiv nichts vorwerfen“, sagt Schneeberger. Am Ende hat es aber doch nicht geklappt. „Ich weiss, dass ich in Form bin, ich bin in Helsinki mit der Staffel gegen die besten Läufer Europas angetreten, es kann mir niemand sagen, ich sei nicht in Form“, sagt Schneeberger.“ Aber im entscheidenden Moment sei der Rücken wieder blockiert gewesen. Dass dies die Olympiateilnahme kostet ist bitter. Und Schneeberger weiss, dass es die letzte Chance auf olympische Spiele war. „In vier Jahren bin ich sicher nicht mehr dabei“.

Er werde sich jetzt eine Woche Ferien gönnen. Den Entscheid, ob er nächste Saison seine Karriere fortsetze, wollte er noch nicht fällen. „Ich muss jetzt erst mal den Kopf leer kriegen“.