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Pfingstmeeting 2 in Basel: Vereinsrekord und eine geschlossene Mannschaftsleistung der Springerinnen

170605 PfingsmeetingBasel Marlen Schmid 05.06.17 – Mit einem Paukenschlag und einem neuen TVL-Vereinsrekord eröffnete Marlen Schmid den Dreisprungwettkampf der Frauen am Pfingstmeeting auf der Basler Schützenmatte. Aber auch die anderen Springerinnen überzeugten mit tollen Leistungen. So trumpften unsere Frauen dann auch im Weitsprung mit drei Leistungen jenseits der fünfeinhalb-Meter Marke gross auf, wobei Daniela Schlatter mit 5.73m eine Top-5 ewige Bestenliste-Leistung sprang.

Mit vier Dreispringerinnen, sechs Weitspringerinnen und einem Weitspringer stellte der TVL am diesjährigen Pfingstmeeting nicht nur im Langsprint/Langhürden eine stattliche Anzahl Athleten/innen, sondern markierte auch in den Horizontalsprüngen eine auffällige Präsenz. Dass aber nicht nur die Quantität auffällig war, sondern auch die Qualität stimmte, zeigt ein Blick auf die erzielten Resultate.

Nach 4 Wochen Auszeit eröffnete Marlen Schmid in Basel ihre 2017er Saison und tat dies mit grossem Erfolg. Dass Weiten im Dreisprung deutlich jenseits der 12m-Marke möglich sind und im Weit Sprünge in der Region den PB von 5.72 die Regel sein werden, deutete sie schon in der Halle an und bestätigte die Erwartungen auch im Trainingslager über Ostern. Mit 12.18m und Vereinsrekord im Dreisprung sowie 5.69m im Weitsprung im ersten Wettkampf der Saison übertraf sie aber selbst die Erwartungen der grössten Optimisten. Wir sind gespannt auf die weitere Entwicklung der Leistungskurven.

Neben Marlen zeigt aber auch Daniela Schlatter einen leistungsmässig überragenden Saisonauftakt. Obwohl sie grosse Teile des Wintertrainings aufgrund von Auslandreisen und operativen Eingriffen verpasst hat, liefert sie Top-Leistungen am Laufmeter ab. So auch in Basel, wo Daniela mit 11.44m im Dreisprung nur einen Zentimeter unter ihrer persönlichen Bestleistung blieb und mit 5.73m im Weitsprung einen neuen persönlichen Rekord aufstellte. Mit beiden Leistungen belegt sie aktuell Rang 10 der Schweizer Bestenliste.

Grundsätzlich sehr zufrieden aber doch mit einem Wehrmutstropfen beendete Ramona Bachem ihren Weitsprungwettkampf. Mit 5.58m sprang sie zwar so weit wie seit September 2012 nur einmal (Juli 2015), doch für die anvisierte SM-Limite von 5.60m fehlten am Ende mickrige 2cm. Wir drücken fest die Daumen, dass das Wettkampfglück in den nächsten Sprüngen mitspringt und sind überzeugt, dass die Limite fallen wird, insbesondere, wenn vor dem Wettkampf kein belastender 100m Springt absolviert wird. Mit 13.22“ lief Ramona im Mittelfeld der Konkurrenz ein.

Tanja Muralt bestätigte die in Winterthur vor drei Wochen gesprungene U20-SM Limite im Dreispung klar und erzielte mit 10.57m eine persönliche Bestleistung. Die Videoanalysen zeigen, dass das Potenzial für 11m-Sprünge vorhanden ist und dass insbesondere im Jump noch viel Potenzial liegt. Im Weitsprung doppelte Tanja mit der zweiten persönlichen Bestleistung und einer Weite von 5.05m gleich nach und auch hier ist das Potenzial noch nicht ausgeschöpft. Etwas mehr Speed und der Glaube an gute Leistungen werden dies in Zukunft beweisen.

Unter dem Aspekt „ich habe tolle Erfahrungen auf nationalem Wettkampfiveau gesammelt“ können wir die Leistungen von Joëlle Buri kategorisieren. Sowohl die 10.12m im Dreisprung als auch die 4.51m in Weitsprung sind zwar gut, aber für Joëlle in der aktuellen Verfassung zu wenig. In beiden Disziplinen erwarten wir Leistungen auf höherem Niveau und wenn es Aktien zu kaufen gäbe, würde ich jene von Joël sofort empfehlen. Gleiches gilt auch für Sabrina Wälti, welche in ihrem erst zweiten Wettkampf überhaupt nicht an die Trainingsleistungen anknüpfen konnte. Die Nervosität und die damit verbundene, fehlende Konstanz im Weitsprunganlauf verunmöglichen einen Sprung an die eigentlich zu erwartende 5m-Grenze. Mit jedem Wettkampf steigt die Erfahrung und sinkt die Nervosität. Wir sind gespannt auf die kommenden Einsätze, die sicher mehr als die in Basel erreichten 4.28m bringen werden.

Bei den Herren stand Mischa Kraus als zweiter auf dem Siegespodest des Weitsprungs und erfreute sich an den gewonnen Basler-Läckerli. Die Rangierung täuscht allerdings über die erbrachte Leistung hinweg, denn mit 6.27m können und wollen wir nicht zufrieden sein. Optisch ansprechend im Anlauf und speedig in der Absprungvorbereitung fehlt es beim Absprung selber am Timing und der nötigen, schnellen Sprungbeinstreckung. Viel zu flache Sprünge und ein mässig gutes Sprunggefühl beim Athleten selber sind das Resultat. Aber wehe, wenn der Wettkampf-Killerinstinkt einmal erwacht...

Link zum Bericht aus Basel der TVL-Sprinter

Link zur Rangliste